Elisabeth Krankenhaus

um 1910

Am 1. August 1902 wurde unter Pastor Bernard Strumann die „Krankenhaus Elisabeth-Stift GmbH"  gegründet . Es waren damals 28 katholische Erler Bürger
die als Gesellschafter den Vertrag unterzeichneten.
 Geschäftsführer war der jeweilige Pastor von St. Barbara.
 Als 1970 neben Pastor Hoffmann nur noch zwei
Gesellschafter vorhanden waren, beschloss man, die Form der Gesellschaft zu ändern: am 15. 11. 1971 wurden als neue Gesellschafter die Pfarrgemeinden St. Barbara, St. Bonifatius, St. Ida, St. Konrad und St. Suitbert in die GmbH aufgenommen; die Geschäftsführung wurde dem Verwaltungsleiter des Kranken­hauses übertragen.
Wichtigstes Ereignis der folgenden Jahre war die strukturelle Umgestaltung des Krankenhauses. Die Landesregierung als Krankenhausplanungsbehörde sah vor, kleinere Häuser zu schließen bzw. die Verteilung der Disziplinen neu zu ordnen. Eine große Unterschriftenaktion hatte damals zum Ziel, den Bestand des Elisabeth-Stiftes zu sichern. Nach intensiven Verhandlungen wurden die schneidenden Fächer Chirurgie und Gynäkologie aufgegeben, dafür neben der Inneren Medizin - psychiatrische und geriatrische Abteilungen eingerichtet.
Auch der pflegerische Bereich hat in den vergangenen Jahren einschneidende Veränderungen erfah­en: nach etwa 70 Jahren wurden die Ordensschwestern, Franziskanerinnen von Münster, vom Orden zurückgezogen; am 15. 02. 1973 verließ die letzte Or­densfrau das Haus. Um den Bestand an Pflegekräften zu verbessern, wurden ab 1966 Inderinnen und ab 1971 Koreanerinnen in der Pflegeschule ausgebildet und dann im Dienst an den Kranken eingesetzt.
Bemerkenswert sind auch die Veränderungen im technischen und baulichen Bereich. In den zurück­liegenden Jahren wurden dem Krankenhaus erhebli­che finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, mit de­nen Funktionsbereiche und Krankenzimmer völlig er­neuert und den Bedürfnissen der Zeit angepaßt wer­den konnten.

Quelle: Festschrift 100 Jahre St. Barbara

 

http://www.elisabeth-krankenhaus-ge.de/

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Die Kapelle im Elisabeth-Krankenhaus    

Die Kapelle des Krankenhauses ist den ganzen Tag über geöffnet. Musik lädt zum Eintreten und Verweilen ein.

Durch die farbige Gestaltung im Jahre 2002, durchgeführt von der Bochumer Firma Mohr, wird die Architektur besonders betont.

Neben dem Abendmahl von Alfons Kirschbaum an der Vorderseite des Altares und dem Bild von der Schmerzensmutter sind besonders schön die alten bleiverglasten Fenster mit den symbolischen Darstellungen der Seligpreisungen.


Krankenhaus Kapelle um 1925


Krankenhaus Kapelle 2010

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Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth

Die Gemeinde Buer hatte um die Jahrhundertwende eine große Anzahl Waisenkinder zu versorgen.

1900 gründete Pfarrer Strumann für 23 katholische Waisenkinder das Erler Waisenhaus, das zunächst notdürftig in der Kaplanei untergebracht wurde. Um den Unterhalt zu sichern, zahlte die Gemeinde Buer 40 Pf. pro Kind und Tag, zuzüglich Lernmittel.

1902 erkannte der erste Pfarrer von St. Barbara in Erle, Bernhard Strumann die Notwendigkeit, ein Krankenhaus, ein Altenheim und ein Waisenhaus zu bauen. Viele Erler Bürger, der Herzog von Arenberg und die Zeche Graf Bismarck unterstützten sein Vorhaben.

1905 konnten bereits 30 Kinder und 4 Vorsehungsschwestern in einen geräumigen Neubau am jetzigen Standort Cranger Str. 231 einziehen. Mit der Waisenhausarbeit wurde von Anfang an die Erziehung vorschulpflichtiger Kinder in einer Kinderbewahrschule sowie die hauswirtschaftliche und hauspflegerische Bildung von Mädchen verbunden (Nähschule, Hauswirtschaftsschule). Durch diese vielseitige Tätigkeit der Waisenhausschwestern war immer ein reger Kontakt mit der Pfarrei St. Barbara, sowie der katholischen und evangelischen Bevölkerung von Erle gegeben, der sich besonders in den Notzeiten der beiden Weltkriege bewährte.

Kinderheim um 1910

1963 lebten 90 Kinder im Haus, die in eine Säuglingsgruppe,
eine Krabbelgruppe, eine Mittelgruppe und je eine Mädchen- und Jungengruppe für Kinder bis zum 14. Lebensjahr eingeteilt waren. Die Kinder waren keine Waisen und fühlten sich auch nicht als solche. Darum wurde das Waisenhaus zum Kinderheim umbenannt und erhielt den Namen der Patronin St. Elisabeth. Zu diesem Zeitpunkt begann die Entwicklung zur familienähnlichen Gestaltung der Gruppen.

1973 - 75 wurden drei Kinderhäuser mit je 2 Etagenwohnungen erbaut; dies ermöglichte eine konsequente Umstrukturierung des Heimbetriebes auf familienorientierte Gruppen und die Dezentralisierung der Gesamtorganisation. Schrittweise wurde die volle wirtschaftliche Selbstversorgung - Einkauf, Essenszubereitung, Ausstattung und Pflege der Wohnräume - in den Verantwortungsbereich der Gruppen und ihrer Betreuer übergeben. Gleichzeitig änderte sich die Zusammensetzung des Betreuungspersonals: qualifiziert ausgebildete Erzieherlinnen arbeiteten mit Ordensschwestern in kleiner werdenden Gruppen, deren Kinder die verschiedenartigsten Störungen aufwiesen. Die früheren Kindergruppen entwickelten sich jetzt zu Wohngemeinschaften, in denen auch Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Ende der Schul- und Berufsausbildung verbleiben konnten.

1981 wurde die Heimleitung in weltliche Hände gegeben. weil sich in der Ordensgemeinschaft der Mangel an Nachwuchs bemerkbar machte. Die Dezentralisierung und Umstrukturierung in den Gruppen hatte die Gründung von vier ausgelagerten Wohngruppen zur Folge:

    * 1980 „Villa am Park“ in Gelsenkirchen-Ückendorf
    * 1984 „Villa Tölke“ in Gelsenkirchen-Rotthausen
    * 1985 ,,Haus Sonnenschein“ in Herten
    * 1991 „Weseler Straße“ in Gelsenkirchen-Bülse

1986 / 87 wurde das brandgeschädigte ,,Erler Waisenhaus' durch einen zweckmäßigen Neubau ersetzt Er umfaßt einen großen Gemeinschaftsraum mit angrenzender Kapelle. Beide werden von der Hausgemeinschaft bei Festlichkeiten und täglich von den im Hause tätigen Schwestern genutzt.

1993 wurde die zunächst koedukativ gegründete "Villa am Park" in eine Mädchengruppe umgewandelt. Diese konzeptionelle Veränderung war Antwort auf das Anwachsen der Zahl von sexuelle mißbrauchten und körperlich mißhandelten Mädchen, die einer langen Zeit besonderer Betreuung bedürfen.

1990, genau im August, wurde die ausgelagerte Wohngruppe ,,Weseler Straße“ eröffnet; damals als familienähnliche Kleingruppe für 4-5 Kinder.

1995, im August, zogen alle Kinder gemeinsam mit dem gesamtem Erzieherteam in unsere ausgelagerte Wohngruppe „Villa Tölke“ um. Durch diese pädagogisch begründete organisatorische Umstrukturierung in unserem Haus eröffnete sich die Möglichkeit, die Räumlichkeiten neu zu nutzen.

1996 bis 1998 war die Wohngruppe „Weseler Straße“ vorübergehend als Verselbständigungs-Wohngemeinschaft für insgesamt 4 Jugendliche neu konzipiert. Nach erfolgter Übersiedlung in das betreute Einzelwohnen standen die Räumlichkeiten für neue konzeptionelle Überlegungen zur Verfügung. Seit dem

19.11.1998 wird die ,“Weseler Straße“ genutzt als Wohngruppe für jüngere Kinder mit intensivem pädagogischen Betreuungsbedarf.

1999 wird das Cafe "Brückenschlag" eröffnet. Es ist eine Begegnungsstätte für Menschen aus der Umgebung und eine weitere Form unserer Öffentlichkeitsarbeit.

2002 wird der Träger des Hauses, der Elisabeth-Stift, 100 Jahre alt.

Leben im Kinderheim um 1932

2003 öffent die zusätzliche Intensivgruppe "Turbo" im eigenen Haus in Oberhausen.

2004 verlassen die Ordensschwestern die Einrichung
Das Angebot des Hauses wird durch das "Rendsburger Elterntraining" erweitert.

2005 zieht die Gruppe "Weselerstr". in das Haus am Wildgatter 54 um und wird zur Gruppe "Wildfang".

Kinder u. Jugenhaus St. Elisabeth

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Die Kapelle im Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth  

Nach einer Brandstiftung wird der Altbau des Kinderheimes abgerissen und durch ein neues Gebäude mit Kapelle ersetzt, die am 24. September 1987 geweiht wird.

Aus der alten Kapelle stammen die 1958 vom Künstler Mennekes aus Weeze am Niederrhein geschaffenen zwei Rundfenster mit bleigefassten Ornamenten.

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Alten- und Pflegeheim St. Josef

 

 

Das Alten- und Pflegeheim St. Josef wurde bereits im Jahr 1924

zunächst als sogenanntes 'Ledigenheim' in Betrieb genommen.

Aufgrund des gegen Ende der 20er Jahre gestiegenen Bedarfs an

Heim- und Pflegeplätzen, erfolgte genau 10 Jahre später 1934 die

Umwandlung in ein Alten- und Pflegeheim.

Damit wurde in Gelsenkirchen eine der ältesten stationären Altenhilfe-

einrichtungen geschaffen. Von 1924 bis 1995 stand die Einrichtung

unter der Leitung des Ordens der Hiltruper Missionsschwestern [Mutter-

haus in Münster]. In dieser Zeit erfolgte u.a. 1976 der Erweiterungs-

anbau mit vielen alten- und behindertengerechten Neuerungen.

Die Trägerschaft der Einrichtung ging 1941 in die Elisabeth-Stift GmbH

über, die bereits Betreiber des Elisabeth-Krankenhauses und des

damaligen Waisenhauses [heute: Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth]

im Stadtteil Gelsenkirchen-Erle war.

http://www.altenheim-stjosef.de/index.htm

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Die Kapelle im Altenheim St. Josef    

Die Kapelle im Dachgeschoss des Alten- und Pflegeheimes St. Josef wird am 22. Oktober 1977 durch Bischof Dr. Franz Hengsbach eingeweiht.

Altar, Ambo, Tabernakel und Stele stammen aus der Hand der Aachener Künstlerin Erika Vonhoff. Die Marienplastik aus Kevelaer bereichert die Kapelle seit 1980; das Marienbild zeichnet Annette Booke aus Erle im Jahre 1999.

Den Kreuzweg gestaltet Guido Muer aus Wolbeck reliefartig aus geschwärztem Weisblech 1967 zunächst für die St. Bonifatius-Kirche in Erle; er wird später dem Heim geschenkt.

Die Bleiverglasungen sind entworfen von J. Beek aus Nettetal und ausgeführt durch die Firma Koll in Bottrop.

Die kleine Orgel wird gebaut von der Firma Streichert in Göttingen.   

Fotos: Sammlung Karl-Heinz Weichelt, (c) Franz Weber und (c) M.Westphal